Kürbis und Maronen für Hunde

Herbst im Napf: Kürbis und Maronen für Hunde

 

Der Herbst ist da und bringt tolle saisonale Zutaten mit, die auch unseren Hunden schmecken. Kürbis und Maronen mögen viele Hunde, ob pur als Snack oder Napf-Topping und natürlich als leckere Kekse aus dem eigenen Backofen: Draußen wird es früher dunkel und das Wetter ungemütlich, drinnen riecht die Küche nach Keks, und der Hund sitzt schon erwartungsvoll vor dem Ofen.

Das Schöne an selbst gebackenen Keksen: Du weißt genau, was drin ist. Keine unverträglichen Zutaten, kein Zucker oder künstliche Aromen, und keine Zutatenliste, die man erst mal googeln muss.

In diesem Artikel erfährst du, was Kürbis und Maronen ernährungstechnisch für deinen Hund tun können und worauf du achten musst. Dazu gibt es drei einfache Rezepte: eine schnelle Kürbissuppe, Kürbiskekse aus der Backmatte und Maronenkekse mit nur drei Zutaten.

 

Kürbis für Hunde

Kürbis ist leicht verdaulich und für die meisten Hunde auch sehr gut verträglich. Mit seinem süßlichen Geschmack kommt er bei vielen Hunden gut an. Dazu ist er kalorienarm und ballaststoffreich, also eine schöne Abwechslung für den Gemüseanteil im Napf.

Das steckt drin:

  • Ballaststoffe, vor allem Pektin, die die Verdauung unterstützen und die guten Darmbakterien füttern
  • Kalium und Magnesium
  • viel Wasser und wenig Kalorien, deshalb auch gut für Hunde, die auf ihr Gewicht achten müssen
 
Welche Kürbissorten darf mein Hund fressen?

Geeignet sind Speisekürbisse, die auch für uns Menschen unbedenklich sind, zum Beispiel:

  • Hokkaido
  • Butternut
  • Spaghetti-Kürbis
  • Muskatkürbis
So fütterst du Kürbis richtig

Kürbis bekommt dein Hund immer gegart, geschält und ohne Kerne. Die einzige Ausnahme ist der Hokkaido: Seine Schale darf dranbleiben, wenn du ihn vorher gut wäschst.

Für die Rezepte hier im Artikel kannst du auch fertiges Kürbispüree aus dem Glas nehmen. Achte darauf, dass wirklich nur Kürbis drin ist, ohne Zucker oder Gewürze.

Wichtig: Niemals Zierkürbisse oder wild gewachsene Kürbisse verfüttern. Sie können Bitterstoffe (Cucurbitacine) enthalten, die auch für Hunde giftig sind. Schmeckt ein Kürbis bitter, darf er nicht verfüttert werden.

Maronen für Hunde

Maronen, auch Esskastanien genannt, sind auch für Hunde lecker und gesund. Sie sind kleine Kalorienbomben, da sie viel Stärke enthalten, aber dafür glutenfrei, fettarm und gut verdaulich. Bitte nur ohne Schale und gegart verfüttern.

Das steckt drin:

  • B-Vitamine, vor allem B1, B2, B6 und Folsäure.für Stoffwechsel und Nerven
  • Kalium, Magnesium, Phosphor, Eisen und Kupfer
  • Kohlenhydrate als Energielieferant
  • Ballaststoffe und resistente Stärke, die die guten Darmbakterien füttern
So fütterst du Maronen richtig
  • Nur gegart: Rohe Maronen sind schwer verdaulich. Am einfachsten nimmst du vorgegarte Maronen aus dem Supermarkt, ohne Salz und Gewürze.
  • In Maßen: Maronen sind sehr stärkereich und damit kein Kalorienleichtgewicht. Als Snack sind sie prima, als Hauptbestandteil im Napf eher nicht.
  • Nicht verwechseln: Rosskastanien aus dem Park sind für Hunde giftig! Beim Herbstspaziergang lieber nicht mit Kastanien spielen lassen.

Maronen pur als kleiner Snack

Du musst nicht backen, damit dein Hund etwas von Maronen hat. Vorgegarte Maronen kannst du in kleine Stücke schneiden und direkt als Leckerli geben, zum Beispiel unterwegs als Belohnung. Oder du zerdrückst eine Marone und gibst sie als Topping über das Futter.

 

Die Rezepte:

 

Schnelle Kürbissuppe für Schleckermäulchen

Die Suppe eignet sich als warmer Snack nach einem stürmischen Herbstspaziergang oder als kleiner Anreiz für Trinkmuffel. Du kannst sie auch etwas dickflüssiger machen und als Topping über das normale Futter geben.

 

Zutaten

  • 250 g Kürbis, zum Beispiel Hokkaido
  • 100 bis 150 ml Wasser oder ungewürzte (Knochen-)Brühe
  • 1 Schuss Kokosmilch oder Joghurt zum Verfeinern

Zubereitung

  1. Den Kürbis schälen (Hokkaido nur gut waschen), entkernen und in kleine Stücke schneiden.
  2. Im Ofen bei 160 bis 180 °C etwa 30 bis 40 Minuten garen, bis er weich ist.
  3. Den Kürbis pürieren und mit Brühe aufgießen bis zur gewünschten Konsistenz.
  4. Fertig 🙂

Je nach Geschmack und Verträglichkeit kannst du die Suppe mit einem Schuss Kokosmilch oder einem Klecks Joghurt verfeinern.

 

Kürbiskekse aus der Backmatte 

Diese Kekse sind ruckzuck gemacht. Sie sind getreidefrei, ohne Milchprodukte und klappen auch ohne Ei. Vegetarisch oder vegan.

Zutaten

  • 120 g Kürbispüree oder vorgegarter Hokkaido-Kürbis
  • 120 g Kartoffel- oder Buchweizenmehl
  • 1 Esslöffel Kokosöl (leicht angewärmt, damit es flüssig ist)
  • 1 Ei oder eine halbe reife Banane

Zubereitung

  1. Den Backofen auf 150 °C vorheizen.
  2. Alle Zutaten im Mixer oder mit dem Pürierstab pürieren. Der Teig sollte so flüssig sein wie Pfannkuchenteig. Ist er zu dick, gib etwas Wasser dazu.
  3. Den Teig in eine Silikon-Backmatte füllen.
  4. Etwa 25 bis 40 Minuten backen. Die genaue Backzeit hängt von Größe und Form deiner Backmatte ab. Die Kekse sind fertig, wenn sie sich leicht aus der Matte lösen lassen.

Tipp: Soll dein Hund kein Ei fressen, nimm einfach die halbe Banane.

 

 

Maronenkekse mit 3 Zutaten

Zutaten
  • 100 g vorgegarte Maronen (ohne Salz und Gewürze)
  • 3 gehäufte Esslöffel Haferflocken
  • 1 Ei (alternativ 1/2 Banane)
Zubereitung
  1. Den Backofen auf 150 °C vorheizen und ein Blech mit Backpapier belegen.
  2. Maronen, Ei und Haferflocken mit dem Pürierstab oder im Mixer zu einem Teig pürieren.
  3. Kleine Kugeln aus dem Teig formen und aufs Backpapier setzen.
  4. Die Kugeln mit einer Gabel flach drücken.
  5. Etwa 30 Minuten backen.

Die exakte Backzeit hängt von deinem Ofen ab. Die Kekse sind fertig, wenn sie trocken, locker und knusprig sind.

 

Aufbewahrung und Haltbarkeit von selbstgemachten Keksen

Selbst gebackene Kekse haben keine Konservierungsstoffe. Wie lange sie halten, hängt davon ab, wie trocken sie sind.

  • Kühl und trocken lagern. Am besten trocknest du selbstgebackene Kekse im Dörrautomaten oder im Backofen bei niedrigster Temperatur noch ein paar Stunden nach, damit sie möglichst keine Restfeuchte mehr haben. Dann sind sie locker 3-4 Wochen haltbar ohne zu schimmeln.
  • Eingefroren: mehrere Monate. Am besten portionsweise einfrieren und immer nur eine Wochenration auftauen.

Riechen die Kekse muffig oder zeigen sie Anzeichen von Schimmel, gehört die ganze Charge in den Müll.

Und noch ein Satz zur Menge: Auch selbst gebackene Kekse sind Leckerli und zählen zur Tagesration.

 

Probierst du es aus?

Wenn du die Kekse nachbackst, markier mich gern auf Instagram unter @hundkatzenapf. Ich freu mich über jedes Foto!

Welche Herbstzutat landet bei deinem Hund im Napf? Schreib es mir in die Kommentare.

Beitragsbild: mit KI modifziert

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