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Das Ei: Nährstoffbombe im Napf – und was man bei der Fütterung beachten sollte

 

Eier landen bei vielen Hunden immer mal wieder im Napf – gerade rund um Ostern stellt sich dann schnell die Frage:

Darf mein Hund Eier essen? Und wenn ja: roh oder doch lieber gekocht oder wie am besten?

Grundsätzlich spricht nichts dagegen, Eier zu füttern.

Im Gegenteil: Sie bringen einige tolle Nährstoffe mit. Gleichzeitig gibt es aber ein paar Punkte, die man beachten sollte, damit aus einer gut gemeinten Ergänzung auch wirklich eine gut gemachte wird.

Eier liefern hochwertiges Protein, Fett und verschiedene Vitamine.

Besonders das Eigelb ist dabei ernährungsphysiologisch relevant: Es enthält unter anderem fettlösliche Vitamine und Biotin, das eine wichtige Rolle für die Haut- und Fellgesundheit und den Stoffwechsel spielt.

Das Ei wirkt auf den ersten Blick wie ein „einheitliches“ Lebensmittel – tatsächlich bestehen Eigelb und Eiklar aber aus ganz unterschiedlichen Bestandteilen, die auch unterschiedlich bewertet werden müssen.

Während das Eigelb gut verträglich ist und auch roh gefüttert werden kann, sieht es beim Eiklar etwas anders aus:

Im rohen Zustand enthält es Stoffe wie Avidin und sogenannte Trypsinhemmstoffe. Avidin kann Biotin im Darm binden, wodurch dieses dem Körper schlechter zur Verfügung steht. Die Trypsinhemmstoffe können zusätzlich die Eiweißverdauung beeinträchtigen.

Das bedeutet nicht, dass rohes Eiklar giftig ist – aber es ist eben auch nicht die sinnvollste Form der Fütterung, wenn man den ernährungsphysiologischen Nutzen betrachtet.

Der entscheidende Unterschied liegt hier in der Zubereitung:

Durch Erhitzen werden die genannten Stoffe inaktiv. Genau deshalb macht es Sinn, Eiklar nicht roh zu füttern, sondern vorher zu garen.

Das Eigelb kann also roh gefüttert werden, während das Eiklar gegart werden sollte:

So bleiben die empfindlicheren Nährstoffe im Eigelb bestmöglich erhalten, und gleichzeitig werden die störenden Bestandteile im Eiklar unschädlich gemacht.

Wer es möglichst „optimal“ machen möchte, kann das Ei trennen und Eigelb roh verfüttern während das Eiklar zum Beispiel kurz gebraten wird.

Im Alltag ist ein weich gekochtes (3-Minuten-)Ei oder ein Spiegelei aber für viele die deutlich einfachere und völlig ausreichende Lösung.

Auch wenn durch das Erhitzen ein Teil der hitzeempfindlichen Vitamine verloren gehen kann, überwiegen die Vorteile in der praktischen Umsetzung und Verträglichkeit.

Unterm Strich sind Eier eine gute Ergänzung im Napf, der entscheidende Punkt ist der Umgang mit dem rohen Eiklar.

Wenn dieser Aspekt berücksichtigt wird, spricht nichts dagegen, Eier regelmäßig izu füttern – sei es als Ergänzung oder einfach als Abwechslung.

Als Richtwert gilt für Hunde: 1 Ei pro Woche pro 10kg Körpergewicht

Für Katzen: 1 Ei pro Woche

Wenn Eier als Bestadnteil einer berechneten Ration gefüttert werden (zB bei fleischreduzierten oder Veggie-Rationen), können es auch mehr sein, es sollte aber eben mit in die Ration eingerechnet werden, da Eier einen relativ hohen Protein- und Fettanteil haben, somit wirklich kleine Nährstoff-Bomben sind und daher auch ein paar zusätzliche Kalorien mitbringen.